Hörgeräte-Test

Phonak Solo T

Juni 2009

Die ersten Test-Geräte von der Firma Phonak, Modell Solo T wurde mir angepasst. Nach der Einstellung am PC des Akustikers durfte ich das erste Mal mit diesen Geräten hören.

HÖREN? Das ist eher ein Witz mit diesen Geräten. Da diese ständig “arbeiten”, d.h. versuchen, laute Geräusche zu unterdrücken und leise zu verstärken, hatte ich das Gefühl, von einem Schwindel in den anderen zu fallen. Meine Akustikerin gegenüber habe ich wie durch Watte gehört und Nebengeräusche so gut wie gar nicht. Draußen auf der Straße: eine einzige Katastrophe!

Höchste Gefahr im Straßenverkehr

Fahrzeuge werden gar nicht registriert oder zu spät erkannt!

Da hilft die beste Einstellung nichts, die Dinger taugen nicht zum Hören, also gleich wieder raus damit und ein anderes Modell ausprobieren.

Das erste Kassengerät war ein Reinfall!

Null Zuzahlung = Null hören

Widex B11 aus der Bravo-Serie

Juni 2009

Die zweiten Hörgeräte die ich angepasst bekam, waren von der Stuttgarter Firma Widex: Widex B11 aus der Bravo-Serie.
Eine kleine Steigerung des Hörvermögens im Vergleich zu Phonak Solo T. Nach den nötigen Einstellungen habe ich also diese Geräte mitgenommen, um sie in verschiedenen Alltagssituationen zu testen.

Draußen auf der Straße bin ich vom Verkehrslärm fast erschlagen worden, auf dem Bahnhof war es so LAUT, dass ich schon mal den Lautstärkeregler betätigen musste, um die Verstärkung zu reduzieren. Ich hielt tapfer durch bis zum Abend, als ich mich mit dröhnendem Kopf von den Testgeräten befreite.

Das Sprachverständnis war mit diesen Modellen wesentlich schlechter als mit meinen alten Hörgeräten, die ich am nächsten Tag wieder getragen habe, weil ich mir erneuten Stress und Dröhnekopf ersparen wollte.

Widex B11 ist für Innenohr-Schwerhörige absolut unzureichend

Es kommen keine Höhen rüber, die Geräte klingen stumpf, das Sprachverständnis ist schlecht und die Nebengeräusche zu laut. Nein danke!

Zuzahlung 50,00 Euro (lieber einmal schön Essen gehen)

Hörgewinn laut Anpassbericht des Akustikers: 40%


Oticon Vigo P

Juni 2009

Nach den ersten beiden Misserfolgen mit Phonak Solo T und Widex B11 habe ich nun Power-Geräte zum Testen bekommen: Oticon Wigo P. Diese Geräte gehören zur Mittelklasse der Hörgeräte und die Zuzahlung pro Gerät beträgt ca. 1390,00 Euro. Eine Stange Geld und der Anteil der Krankenkasse ist schon abgezogen. Die Form des Vigo ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Wichtigste ist die Funktion.

Entweder sind diese Hörgeräte für mich nicht geschaffen 🙁 oder sind sie falsch eingestellt worden, was natürlich auch mit den Erfahrungen des Akustikers zusammenhängt. Mir kommt der leise Verdacht auf, dass meine derzeitige junge Akustikerin noch nicht sehr viel Erfahrung auf ihrem Gebiet hat und meine Beschreibungen und Erwartungen nicht in die Tat umsetzen konnte. Dies hatte zur Folge, dass ich die Geräte frustriert nach einam Tag schon ablegte und wieder meine alten Lauscher trug.

Auch wie bei den Vorgänger-Modellen war das Hörergebnis für mich absolut unbefriedigend, die Höhen zu dumpf und der Klang hallend wie in einer Höhle. Das Sprachverständnis war nicht gerade der Hit, Umgebungsgeräusche haben sich künstlich angehört. Sicher könnte da noch viel an der Einstellung geregelt werden, aber entscheident ist der erste Eindruck und der war eben nicht so dolle.

Obwohl teure Mittelklasse-Geräte …..
….. haben diese keine wesentlich guten Ergebnisse beim Hören gebracht.

Schlechter Akustiker = schlechtes Hörgerät???

Zuzahlung 1390,00 Euro pro Hörgerät

Hörgewinn laut Anpassbericht des Akustikers: 55%


Phonak Certena M

Juni 2009

Testgeräte Nr. 4 – Phonak Certena M – eine neue Akustikerin und der erste positive Erfolg bei der Hörgeräte-Anpassung.

Es geht doch! Na also, warum nicht gleich so. Es muss eben auch die Chemie zwischen Hörgeschädigten und AkustikerInnen stimmen, dann klappt es.

Die neuen Testgeräte haben bissige Höhen und das Hörempfinden ist für mich sehr angenehm, vom ersten Moment an. Beim Spaziergang höre ich plötzlich soooo viele Vögel, obwohl ich sie nicht sehen kann und das erste Mal seit Jahren wieder die Grillen zirpen! Ich glaub’s fast nicht, aber ich bin glücklich über die neuen Höreindrücke. Mit meiner Freundin habe ich neulich nur geflüstert und alles verstanden, was sie flüsterte, WOW.

Es wurden 2 Programme aktiviert, eines für den Alltag, das andere für die Musik mit weniger Kompression, so dass ich alle Töne und den Gesang klar und deutlich hören kann.
Nach ein paar Tagen Probe tragen kommen natürlich ein paar Dinge zusammen, wo bestimmte Geräusche wie das Rascheln von Plastik oder beim Essen das Schürfen auf dem Teller als sehr unangenehm empfunden werden. Aber beim nächsten Akustiker-Termin können diese Unannehmlichkeiten sicher noch eingeschränkt werden.

Juchhuuuu es geht aufwärts

….. aber noch ist nicht aller Tage Abend!

Zuzahlung 1540,00 Euro für beide Hörgeräte zusammen


Phonak Certena M

4 Wochen nach Test der Phonak Certena M

Juli 2009

Aktivierung von 3 Programmen

Nach zweiwöchigem Tragen der Phonak Certena M-Geräte war ich noch einmal bei meiner Akustikerin, um einige neue Einstellungen machen zu lassen. Laute und hohe Stimmen wie z.B. Kinderstimmen taten mir noch sehr weh, bestimmte Geräusche im Haushalt wie Knistern von Plastik, Klappern von Tellern (beim Essen das Klappern von Besteck auf den Tellern) und Töpfen etc. waren unerträglich. Also wurde eben noch etwas an den Einstellungen geändert, um diese Probleme zu lindern. Außerdem wurde das 2. Programm, das für die Musik sein sollte, vom Klang her wie das Hauptprogramm eingestellt, da dieses noch zu weich rüber kam.

Ich bekam noch ein 3. zusätzliches Programm dazu, das für Gespräche in lauten Umgebungen wie Restaurants, im Straßenverkehr, in Kaufhäusern etc. eingerichtet wurde, bei dem das Richtmikrofon nach vorne ausgerichtet ist, um sein Gegenüber besser zu verstehen und gleichzeitig die Geräusche, die von links, rechts oder von hinten kamen, abzublocken. Dieses 3. Programm funktioniert tatsächlich in einer Gruppe recht gut, aber der Klang ist noch sehr HART. Das könnte man sicherlich noch ändern. Das Sprachverständnis des gegenüber sitzenden Sprechenden ist jedoch recht gut.

Mundharmonika und Knallfrösche

Wenn ich bestimmte Töne gepfiffen oder laut gerufen hatte, hörte ich einen zweiten Ton, wie etwa beim Spielen einer Mundharmonika. Mir wurde erklärt, dass die Technik eine Rückkopplung erkennt und einen Gegenton sendet, um ein Pfeifen der Geräte zu verhindern. So weit so gut, aber beim Musikhören oder beim Musizieren (ich spiele Gitarre und singe) kann ich so etwas nicht gebrauchen! “Ja beim Musikprogramm würde diese Funktion ausgeschaltet sein”. Denkste! Da hör ich diesen Doppelton genau so! Und im 3. aktivierten Programm ebenso!

In der ersten zweiwöchigen Tragephase hörte ich Knistern von Plastik und ähnliche Geräusche wie ein Knallen, als ob jemand einen Knallfrosch betätigt hätte. Dieses Knallen wurde bei der zweiten Einstellung gemindert, ist jedoch nicht beseitigt.

Zwischenbilanz

Das Sprachverständnis ist weiterhin recht gut, jedoch stören mich oben beschriebene Nebenwirkungen.  Draußen in der Natur werden die Windgeräusche kaum wahr genommen, was ich im Gegensatz zu meinen eigenen IO-HGs als sehr angenehm empfinde.

Telefonieren ist nur mit Lautsprecher möglich!

Da ich auf Grund meines ehrenamtlichen Engagements als Ansprechpartnerin zweier Selbsthilfegruppen viel telefoniere, ist das leider nicht sehr von Vorteil, da der Klang über Lautsprecher oft verzerrt und unverständlich ist. Beim direkten Ranhalten des Telefonhörers ans Mikrofon der HGs höre ich nur leise Piepsstimmen ;.(


Phonak Certena M

3 weitere Wochen nach Test der Phonak Certena M

August 2009

Auch nach weiteren 3 Wochen Probetragen muss ich feststellen, dass diese Hörgeräte nicht die passenden für mich sind, mit denen ich es mindestens 6 Jahre aushalten möchte.

Bei Spaziergängen mit den Hunden habe ich oft eine Begleitung dabei und wenn ich von links angesprochen werde, dann wird rechts alles abgeblockt, so dass ich das Gefühle habe, mein Ohr sei verstopft. Von der anderen Seite reagiert dann das andere dementsprechend. Das ist nachteilhaft, weil ich ja dann am Gegenohr keine nahenden Fahrzeuge hören kann.
Weiterhin höre ich Knistern von Plastik oder Papier als ein Knallen, sowie das Knacken von Holz ebenso wie einen Knall. Frauen- und Kinderstimmen höre ich so laut, dass es unangenehm wird.

Hören von Musik

Das Hören von Musik über eine Stereoanlage mit Lautsprecherboxen ist ganz passabel. Möchte ich jedoch die Kopfhörer verwenden, so sind HdO-Geräte leider nicht so vorteilhaft. Die Phonak Certena M-Geräte haben über Kopfhörer keine Vorteile, da ist die Leistung meiner alten Im-Ohr-Geräte besser, weil sie einen natürlicheren Klang haben und der Schall auf direktem Weg übertragen wird.
Beim Musizieren klingt meine Westerngitarre eher wie eine Steelguitar, einfach zu hart und metallisch. Beim Singen bestimmter Töne habe ich weiterhin wie schon beschrieben, das Doppel-Ton-Problem, ebenso beim Pfeifen (das klingt wie eine Mundharmonika).

Fazit

Die Technik der Certena M arbeitet nicht ausreichend gut für eine Versorgung von Usher-Syndrom-Betroffenen. Die Hörgeräte sind sehr eigenwillig, in vielen Situartionen ist eine Verbesserung notwendig, in Gesellschaft zu laut und hart im Klang, in der Ruhe optimal z.B. bei Vorträgen oder im Theater.

Nach anfänglicher Begeisterung wurde mein Gesicht nach einer Testphase von insgesamt 7 Wochen immer länger.

Leider nicht die passenden Hörgeräte

Ich denke, dass noch eine gute Steigerung beim Hören und Sprachverständnis mit anderen Hörgeräten möglich ist und werde als nächstes Geräte von Widex testen.


Widex Flash FL-9

August 2009

Nach Phonak Certena M habe ich nun wieder ein Hörgerät von Widex zum Testen bekommen, Modell Flash Fl-9. Der Ersteindruck nach den nötigen Einstellungen war nicht so das Aha-Erlebnis wie bei Phonak, aber auch nicht schlecht – zumindest in den Räumen des Akustikers.

Draußen auf der Straße war der Verkehr angenehm zu hören, am Bahnhof die einfahrenden Züge nicht unangenehm laut. Aber zu Hause und nach mehreren Gesprächen mit anderen Leute habe ich dennoch festgestellt, dass die Kommunikation mit diesen Geräten nicht die Beste war. Das liegt sicherlich an der Einstellung, jedoch ist der Ersteindruck wie gesagt der entscheidende und deshalb werde ich diese Geräte sicherlich nicht sehr lange tragen. Die hohen Töne sind zu dumpf und alles klingt wie in Watte gepackt. So langsam werde ich des Probetragens müde und greife immer wieder zu meinen alten Geräten zurück, die immer noch das beste Hörempfinden für mich hergeben. (Hörempfinden ist nicht gleich Hörerlebnis)

Zu meinem Entsetzen muss ich erfahren, dass die Akustikerin, die die Phonak-Geräte so gut bei mir angepasst hat, bis auf Weiteres wegen Krankheit ausfällt und die Vertretung leider nicht die Einstellungen vornehmen kann, um meine Bedürfnisse an die Geräte anzupassen. Das trägt natürlich dazu bei, dass ich nicht mit diesem Modell klar komme 🙁
Wobei wir wieder beim Thema schlechter Akustiker = schlechtes Hörgerät wären ….

Widex-Geräte haben auch den Ruf als Weicheier wegen ihres Klanges und böse Zungen reden von Widex-versauten Ohren, die nicht mit anderen Hörgeräten klar kommen.
Ich hatte die letzten 6 Jahre Widex-Geräte, komme aber nicht mal mit den neuesten Hörgeräten von Widex zurecht :.|


Widex Mind

September 2009

Die Superklasse-Akustikerin ist nach 5 Wochen Ausfall wegen Krankheit immer noch nicht anwesend, also muss ich gezwungenermaßen zur Vertetung in ein anderes Geschäft und einen weiten Weg in Kauf nehmen.

Gut, ich dachte, für die Oberklasse-Geräte Widex Mind lohnt sich der Weg vielleicht. Nach den Einstellung habe ich beim Sprachtest bis auf ein Wort ALLES verstanden, auch bei geringer Lautstärke. Toll, dachte ich, aber dies war ja nur ein Test und im Alltag sieht’s doch ein wenig anders aus.

Nach dem Verlassen des Geschäftes war der Ersteindruck im Straßenverkehr angenehm, die lauten Fahrzeuge wurden von der Technik ordentlich zurückgebremst, aber leider auch die Sprache meiner Mitmenschen: Die hörte ich nämlich gar nicht, wenn ein Auto vorbei fuhr. Der Klang der Widex Mind ist sehr natürlich und weich. Jedoch bedarf es noch viel Feineinstellung, um das Hörergebnis zu verbessern.

Nach einer Wochen testen erfuhr ich erfreulicherweise, dass meine Akustikerin wieder auf dem Damm ist und habe natürlcih gleich einen Termin mit ihr vereinbart. Dann werden wir sehen, ob sie das so hinbekommt, dass ich mit diesen teuren Superklassegeräten auch was höre.

Die teuersten Hörgeräte sind nicht immer die Besten!


Phonak Exélia Art M

September 2009

Nach der Testphase von Widex Mind hatte ich mich dazu entschieden, nochmals ein anderes System von Phonak zu testen, da die Hörergebnisse mit Widex Mind für mich nicht zufriedenstellend waren. Gott sei Dank! Denn dadurch bekam ich Hörgeräte empfohlen, die eine gewaltige Wende in mein Leben brachten: sie eröffneten mir die Welt des Hörens!

Phonak Exélia Art M

Endlich! Dieses Hörsystem hat nach 3 Wochen intensiven Testens und mehreren Korrekturen in den Einstellungen die besten Ergebnisse für mich geliefert und zwar in allen Bereichen, die man sich nur vorstellen kann.
Egal ob im Straßenverkehr, bei Veranstaltungen, im Restaurant, in der Natur, im Einzelgespräch oder im Gespräch mit mehreren Personen: Dieses Hörsystem ist für mich wie geschaffen und ich war mit den Hörergebnissen äußerst zufrieden.

Endlich wieder hören

dank geeigneter Hörsysteme

Ende September 2009 habe ich alle erforderlichen Unterlagen bei meiner Krankenkasse eingereicht mit der Bitte um eine Einzelfallentscheidung. Bitte lesen Sie weitere Details unter dem Menuepunkt Antrag

Hörgewinn laut Anpassbericht des Akustikers: 90%

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Kommentar zu Hörgeräte-Test

Kommentar von _Franz am 28.03.2012; 21:43:54 Uhr

Glückwunsch zu dieser informativen Seite.
Bin selber hochgradig schwerhörig und zur Zeit am Testen.
Deine Erfahrungen geben mir Kraft das ganze durchzustehen.
Habe sowas vor Jahren schon mal durchgemacht.
Zur Zeit werden Otikon Chilli SP 5 getestet.
Sind sehr hart im Klang, aber es ist erst der Anfang.
Gruß Franz


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Kommentar von _Barbara – seit 1997 HG am 04.06.2012; 11:05:47 Uhr

Bei mir liegt auch eine kombinierte Schwerhörigkeit mit Ausfall im Hauptsprachbereich vor. 2009 noch mittel bis hochgradig und jetzt hochgradig bis fast an Taubheit grenzend. Tonhörverlust in dB rechts ist 77 und links 73. Zusätzlich liegt eine zunehmende Lärmempfindlichkeit vor, deswegen habe ich 2009 auch HG mit Störschallunterdrückung erhalten.

2009 habe ich von Widex die Flash PL+Poti ausprobiert und war da noch soweit recht zufrieden – naja, im Gegensatz zu den anderen HG war es eine echte Verbesserung. Jetzt – drei Jahre später – kann ich das nicht mehr behaupten. Bei der normalen Einstellung sind mir jetzt die hohen Frequenzbereiche einfach zu laut und lassen sich leider auch nicht richtig anpassen. Beim Einstellen der Störschallunterdrückung werden nervige Geräusche weitgehend rediziert, aber auch das Sprachverstehen leidet leider darunter. Das ist bei mir als Verkäuferin im Beratungsverkauf etwas sehr ungünstig. Eine entsprechende Nachjustierung hat hier auch nichts gebracht.

Nach einem letzten Hörtest im Dezember 2011 empfahl mir mein HNO vorzeitig neue Hörgeräte

Herzlichen Dank für die ausführliche Info zu den einzelnen Hörgeräten. Sind für mich sehr hilfreich.

Gruß Barbara


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Kommentar von _S.Geschwind am 29.11.2013; 18:13:08 Uhr

Hallo,
ich habe jahrelang Oticon getragen (zuletzt „Go Pro P“).
Getestet habe ich erst Phonaks Naida. Leider für mich wiederum unbrauchbar da diese (hochgradige Schwerhörigkeit/Resthörigkeit) brutalst auf Sprachverstehen getrimmt sind von Werk aus. Sprachverstehen war auch 1A. Aber selbst Nachstellversuche brachten es nicht fertig, dass ich auch Musik genießen konnte. Ein Test der „Widex Super 220“ hat mich gleich nach 2 Wochen zum Kauf inklusive MDex entschieden. Bis heute brereue ich nichts.

Aber da sieht man: jeder hört anders, jeder Akustiker ist anders genauso wie auch jede Hörsituation vom jeweiligen Hörer anders empfunden wird.


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Kommentar von _D.P. am 30.10.2014; 13:52:19 Uhr

Ich bin ziemlich fix und fertig. Noch kein Hörgerät hat mich überzeugt. Überhaupt nix. Ich bin hochgradig schwerhörig und testete zum 9. Mal. Entweder ist der Ton zu scharf, blechern, undeutlich oder dumpf. Mein Akustiker versteht einfach nicht. Er beruhigte mich immer wieder wie z.B. „Das kriegen wir schon hin“, „Das liegt an der Einstellung“ oder „Sie müssen sich daran gewöhnen“. Hallo? Gehts noch? Die kennen mein Gefühl nicht :-(. Bin echt am Verzweifeln.


Kommentar zu Hörgeräte-Test

Kommentar von _H.Goerrings am 23.12.2014; 18:34:09 Uhr

Zur Zeit teste ich Phonak Bolero Q. Die Sprachverständlichkeit ist ganz o.K., also nicht überragend. Was aber sehr störend ist, sind Zischlaute, die mit einem lauten Prasseln einhergehen. Das geht garnicht. Ich hatte früher Bernafon win 112, die habe ich mir auch jetzt wieder angezogen. Denn die Phonak haben auch die unangenehme Eigenschaft, Musik extrem zu verzerren, die Musik „vibriert“ sozusagen. Da ich selber ein wenig Klavier spiele, wird mir das völlig verleidet, es ist unerträglich. Da ich im Januar aber Geräte mit aussenliegendem Lautsprecher (aber im Ohr) bekomme, hoffe ich auf bessere Einstellmöglichkeiten. So wie die Phonak jetzt eingestellt sind, möchte ich die nicht haben.

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